Rennbericht

Großer Jubel über den Triumph des Außenseiters – Tränen der Enttäuschung bei den anderen

Gran Turismo World Series 2023 – Manufacturers Cup: Weltfinale

BARCELONA, Spanien (2. Dezember 2023) – Nach einem wahrhaft spannenden ersten Tag im Weltfinale der Gran Turismo World Series 2023, das in der Fira Barcelona in der malerischen Stadt Barcelona stattfand und bei dem der Neuling und Lokalfavorit Pol Urra aus Spanien die einzige Einzelmeisterschaft des Wochenendes für sich entschied, folgte am zweiten Tag das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der weltbesten Autohersteller im Manufacturers Cup. Die spannende Aufstellung umfasste 12 Spitzenteams, allen voran jene der offiziellen Sponsoren Toyota, Mazda und Genesis. Jeder Hersteller wurde von den jeweils besten Fahrern der Regionen Asien/Ozeanien, Amerika sowie Europa/Afrika/Naher Osten repräsentiert. Im Gegensatz zu vorherigen Jahren mussten die Spieler ein Qualifying-Zeitrennen und ein Qualifying-Rennen bestreiten, bei dem viel auf dem Spiel stand, bevor es ins alles entscheidende Große Finale ging. Jedes Team bestimmte einen Fahrer für das Qualifying-Zeitrennen und das Qualifying-Rennen, während im Großen Finale alle drei Teammitglieder antreten mussten.

Die Favoriten an diesem Wochenende waren die stets starken Dauerbrenner Subaru und Toyota, während Porsche nach seinem atemberaubenden Sieg beim „World Series“-Showdown die Welle des Erfolgs weiterreiten wollte. Dies wollten Letztere durch die Rückkehr ihres Fahrers Angel Inostroza aus Chile (Veloce_Loyrot) sicherstellen, der in der vorangegangenen Runde aufgrund einer Verletzung aussetzen musste. Doch wer sich mit der Gran Turismo World Series auskennt, weiß, dass niemand vorhersehen kann, was geschehen wird, bis am Ende die karierte Flagge zu sehen ist. Und tatsächlich wurde es ein denkwürdiger Tag voller Wendungen und Überraschungen, die jedoch nicht nur auf der Rennstrecke selbst zu finden waren, sondern auch im Drama, das sich um sie herum zutrug.

Qualifying-Rennen: Circuit de Barcelona-Catalunya – GP-Layout

Das erste der beiden Rennen, das Qualifying, bestimmte über die Startreihenfolge für das Große Finale. Hier wählte jedes Team einen Fahrer aus, der das acht Runden umfassende Rennen auf dem 24 Kilometer vom Veranstaltungsort entfernten Circuit de Barcelona-Catalunya bestreiten sollte. Es handelte sich um ein Sprintrennen, bei dem keine Reifenwechsel und Boxenstopps erforderlich waren, sondern nur die reine, ungetrübte Geschwindigkeit ausschlaggebend war.

Auf der Pole Position stand der GR Supra von Team Toyota, gefolgt von Subaru, BMW, Nissan und McLaren. Überraschenderweise trat Porsche wieder mit einem Zwei-Mann-Team an, da der japanische Fahrer Takuma Sasaki (SZ_TakuAn22) die Reise nach Spanien nicht antreten konnte. Nach dem Start war es der Genesis X GR3, der von Nicolas Romero (ERM_NicoRD) gefahren wurde, der den ersten Angriff startete und in der ersten Runde von Position 6 auf 5 vorrückte. In Runde 3 zeigten der Toyota GR Supra, gefahren von Coque López (coquelopez14), und der Subaru BRZ GT300 mit Takuma Miyazono (Kerokkuma_ej20) am Steuer, warum sie als Favoriten für den Titel in dieser Meisterschaft galten, als sie sich vom restlichen Fahrerfeld absetzten. In der Zwischenzeit kämpften die Geheimfavoriten Team Nissan mit Mateo Esteves (PRiMA_Hyperz) im Nismo GT-R GT3 und Team BMW mit Seiya Suzuki (LUA_CRV-86) am Steuer des M6 GT3 die meiste Zeit des Rennens über tapfer um Position 3, wobei der M6 den GT-R auf der letzten Geraden schließlich hinter sich ließ.

Doch zum Schluss waren es Toyota und Subaru, die diesen Wettkampf anführten und mit einem Vorsprung von über 4 Sekunden die Plätze 1 und 2 belegten. Trotzdem bewies das Qualifying-Rennen, dass Nissan, BMW, Genesis und Lamborghini bereit für den Kampf waren, da sie nicht nur hervorragende Geschwindigkeiten, sondern auch das Herz eines Kriegers zeigten und bis zum Schluss mit allem kämpften, was sie zu bieten hatten.

Gran Turismo World Series 2023 – Manufacturers Cup: Weltfinale
Qualifying-Rennen – Ergebnisse

RANG HERSTELLER/FAHRER ZEIT
1 Toyota Coque López 13:28.250
2 Subaru Takuma Miyazono +00.146
3 BMW Seiya Suzuki +04.020
4 Nissan Mateo Estevez +04.652
5 Genesis Nicolas Romero +05.288
6 Lamborghini Will Murdoch +05.490
7 McLaren Koki Mizuno +05.882
8 Renault Alex López Murillo +05.955
9 Porsche Angel Inostroza +06.319
10 Mazda Hiroshi Okumoto +06.535
11 Mercedes-AMG Lucas Bonelli +08.556
12 Honda João Pessôa +09.448

Großes Finale: Nürburgring (24h - Layout)

Nachdem die Startaufstellung für das Große Finale im Manufacturers Cup feststand, reihten sich die Teams auf, um für das letzte Rennen des Tages auf dem historischen 24-Stunden-Layout des Nürburgrings alles zu riskieren. Da eine Runde hier ungefähr 25 km lang ist – und dabei über 89 Kurven aufweist – ging das Rennen nur über 5 Runden, aber alle Teams mussten alle drei Fahrer einsetzen. Jedes Team hatte die freie Wahl der Reifen, doch es starteten alle auf Intermediates, da schwere Niederschläge die Strecke in eine echte Rutschpartie verwandelt hatten.

Beim fliegenden Start ließen alle Fahrer Vorsicht walten, da unter den gefährlichen Bedingungen niemand große Manöver wagen wollte. Im Laufe des Rennens demonstrierte Team Lamborghini mit dem Amerikaner Randall Haywood (Dstinct_Crimson) am Steuer, dass es kampfbereit war, und rückte schnell auf Position 3 vor, um dem Subaru BRZ von Takuma Miyazono auf Position 2 Druck zu machen. Der Nissan GT-R von Mehdi Hafidi (ERM_Mehdi59) mischte dabei ebenfalls mit.

Leider verlor Haywood auf der rutschigen Strecke die Kontrolle über seinen Lamborghini Huracán und fuhr gegen eine Barriere, wodurch er auf Position 9 zurückfiel. Kurze Zeit später fiel auch der Supra der nassen Strecke zum Opfer, als Rikuto Kobayashi (TX3_tokari71) beim Karussell die Kontrolle über sein Auto verlor, wodurch Team Toyota auf die letzte Position zurückfiel!

Zu Beginn der zweiten Runde konnte sich Haywood im Lamborghini Huracán wieder vorarbeiten und den Nissan überholen, wodurch er auf Position 2 gelangte. Dann, einige Kurven später, führte er an der Außenseite des Subaru BRZ ein gewagtes Manöver aus und übernahm die Führung!

Während die Sonne langsam zwischen den Wolken hervorkam, gab es weiterhin packende Rennaction zu sehen, da die Abstände zwischen den einzelnen Fahrzeugen allesamt weniger als eine Sekunde betrugen. Die Autos, die in der ersten Hälfte von Runde 2 die größten Manöver wagten, waren der Mazda RX Vision mit Robert Heck (SV-RobbyHeck) aus Amerika am Steuer, der auf Position 4 vorfuhr, und der Mercedes-AMG GT3 mit Tomoaki Yamanaka (yamado_racing38), der fünf Plätze bis auf Position 6 vorrückte.

Am Ende von Runde 2 drängte sich Nissan an Lamborghini vorbei und schnappte sich Position 1, gerade bevor alle Autos in die Boxengasse fuhren, um Fahrer und Reifen zu wechseln. Da es mittlerweile trocken auf der Strecke war, wechselten alle Teams zu Renn-Slicks. Fünf der Teams wählten ihren Fahrer Nummer 3 für eine Runde aus, während einige andere ihren Spitzenfahrer für zwei Runden vorsahen. Dazu gehörte auch Nissan mit Ryota Kokubun (Akagi_1942mi), die ihren Vorsprung ausbauen wollten, bevor das Steuer an Mateo Esteves (PRiMA_Hyperz) übergeben wurde. Zu Beginn von Runde 3 lautete die Reihenfolge Nissan, Genesis, Subaru und Mazda.

In dieser Runde verlor Roberto Sternberg (RVT_AMAROK23) von Team Subaru kurzzeitig die Kontrolle über seinen BRZ, als er über den nassen Teil der Strecke fuhr und in null Komma nichts von Position 2 auf Position 10 zurückfiel. Derweil hatte Nissan einen Vorsprung von 4,0 Sekunden herausgefahren, gefolgt vom Genesis X GR3 mit Nico Romero (ERM_NicoRD) am Steuer, dem Mazda RX Vision mit Hiroshi Okumoto (HIROGRAND_1009) und Lucas Bonellis (RVT_BONELLI) Mercedes-AMG GT3.

Am Ende von Runde 4 legten die verbleibenden sieben Teams ihren letzten Boxenstopp ein. Nissan fuhr mit einem Vorsprung von 8,5 Sekunden in die Box, doch die Frage lautete: Würde das ausreichen, um die Teams abzuwehren, die sich ihren schnellsten Fahrer für den Schluss aufgehoben haben? Der Mercedes-AMG GT3 mit Baptiste Beauvois (R8G_TSUTSU) am Steuer und der Honda NSX mit João Cláudio Santos Pessôa (MYTH_JoaoSof) waren dem GT-R dicht auf den Fersen.

Als der Abstand zum führenden Nissan GT-R und dem restlichen Fahrerfeld auf etwa zwei Sekunden schrumpfte, war klar, dass die Verfolger ihre Boliden bis an ihre Grenzen vorantrieben ... und irgendwann würde das wohl zu Schäden führen, oder? Genau so war es auch. Während Honda, BMW und Mazda um den letzten Platz auf dem Podium kämpften, kam es zu einer Kollision zwischen dem M6 GT3 und dem NSX, die zu einem größeren Unfall anwuchs, bei dem die beiden Fahrzeuge ausschieden! Auch Mazda litt darunter, da dadurch Genesis auf den dritten Platz vorrücken konnte. Und so ging das Rennen zu Ende – mit dem ersten „Manufacturers Cup“-Titel für Team Nissan, gefolgt von Mercedes-AMG und Genesis.

Mehdi Hafidi, der für Team Nissan ins Rennen ging, hatte Folgendes zu sagen: „Ich wusste nicht, was beim Start hinter mir vorgefallen ist, und habe einfach nur versucht, an so vielen Autos wie möglich vorbeizukommen. Bei den nassen Bedingungen war ich zuversichtlich, und am Ende lief alles sehr gut.“

Der Michelin Fahrer des Tages, Ryota Kokubun, der im mittleren Teil des Rennens eine große Führung ausbauen konnte, fügte hinzu: „Ich wollte für Mateo einfach nur für einen möglichst großen Vorsprung aufbauen und zum Glück ist mir das auch gelungen.“

Abschließend ergänzte Mateo Esteves: „Ich habe einfach nur versucht, mich auf die letzte Runde zu konzentrieren. Ich war nervös und es lief ziemlich chaotisch ab, doch wir konnten den Sieg am Ende einfahren.“

Gran Turismo World Series 2023 – Manufacturers Cup: Weltfinale
Großes Finale – Ergebnisse

RANG HERSTELLER/FAHRER ZEIT
1 Nissan Ryota Kokubun 44'02.063
2 Mercedes-AMG Lucas Bonelli +01.761
3 Genesis Dean Heldt +05.107
4 Mazda Pol Urra +08.058
5 Toyota Adriano Carrazza +09.319
6 Subaru Takuma Miyazono +10.977
7 Porsche Jose Serrano +11.366
8 BMW Calen Roach +12.040
9 Honda Soki Nabetani +16.360
10 McLaren Donovan Parker +18.098
11 Renault Guy Barbara +18.313
12 Lamborghini Will Murdoch +18.720

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